Warum sollte man bei 30 statt bei 40 Grad waschen?
1) 30 °C reichen völlig aus...
...um die meisten Viren und Bakterien zu beseitigen: Diese Studie zeigt, dass umhüllte Viren durch das Waschen der Textilien bei 20 °C zu mehr als 99,99 % inaktiviert werden. Nicht umhüllte Viren werden hingegen durch Waschen bei 30 °C mit einem desinfizierenden Waschmittel inaktiviert.
Manchmal setzen sich unangenehme Gerüche jedoch fest, und man möchte die dafür verantwortlichen Bakterien abtöten: In diesem Fall nützt das Waschen bei 40 °C nichts – man müsste stattdessen bei mindestens 60 °C waschen. Wir empfehlen Ihnen jedoch, lieber ein Desinfektionsmittel wie weißen Essig oder Sanytol zu verwenden.
2) Bei 40 °C färben Ihre Kleidungsstücke viel stärker ab
Das Waschen bei zu hohen Temperaturen kann dazu führen, dass Ihre Kleidung ausbleicht: Diese Studie zeigt beispielsweise, dass der Farbverlust bei einem 85-minütigen Waschgang bei 40 °C deutlich größer ist als bei einem Schnellwaschgang mit kaltem Wasser. Und wenn Sie sich davon selbst überzeugen möchten, schauen Sie sich dieses Instagram-Video an, in dem die Verfärbungen eines Stoffes verglichen werden, der bei verschiedenen Temperaturen gewaschen wurde.
3) Bei 40 °C ist es weniger umweltfreundlich und teurer
Ein Waschgang bei 40 °C verbraucht 30 % mehr Strom als ein Waschgang bei 30 °C (laut dieser Studie).
Kurz gesagt: Es gibt keinen Grund mehr, bei 40 °C zu waschen!